|
Für
Trommler ist der Hafengeburtstag immer ein schönes, aber auch haariges
Pflaster. Die Aufsichtsbehörde, die örtlichen Ordnungskräfte und
manchmal auch die Polizei lassen nicht mit sich spaßen, und in der
Vergangenheit bekam man immer den Eindruck, daß nicht gewünscht ist,
was nicht geplant ist. Trotzdem gibt es jedes Jahr viele
Trommelgruppen, die nicht ihre Nische z.B. in Övelgönne gefunden haben,
sondern einfach so auf die Straße gehen, weil man sich ganz besonders
hier einmal fühlen kann wie ein Rockstar. Die Leute lieben es!
Ordnungskräfte verfluchen es, und die Budenbetreiber kann man klar in
zwei Lager teilen...
Dieses Jahr sind wir ein Stück weitergekommen: Wir waren offiziell! :)
In Zusammenarbeit mit der Firma Taucher Knoth und unseren Freunden von der Finkwarder Speeldeel
organisierten die Unidos de Hamburgo eine Elbfahrt mit Samba, Hamburger
Liedern und viel Tanz auf dem Schwimmkran TK 10 "WAL". Ein riesen Ding
schweren Stahls, eine Arbeitsplattform für das "ganz Grobe", das war
der erste Eindruck.
Die Crew von Taucher Knoth legte sich
dermaßen ins Zeug, daß dieser schwimmende Koloss für einen Tag trotz
unseres lieben Hamburger Wetters eine gemütliche und bestversorgte Homebase
wurde. In Zusammenarbeit mit den Firmen Totec und Blue Noise, sowie
landseitig ABT und der Hafengeburtstags-Technikzentrale über Brücke 3,
wurde das Signal vom Schwimmkran per Funk auf die Lautsprecheranlage an
den Landungsbrücken übertragen. Ein voller Erfolg für alle Beteiligten
(inklusive des an Bord befindlichen NDR-Filmteams). Um kurz nach 16 Uhr
machte unser "Dampfer" wieder im Freihafen unter der Köhlbrandbrücke
fest. Es wurde schnell abgebaut, denn zwischenzeitlich hatte der Sender
Phoenix angerufen, ob wir für eine Live-Schaltung gegen 19 Uhr
bereitstehen könnte?... "Na logisch!".
So
hatten wir denn noch eine kleine Performance auf dem Steg zu
Landungsbrücke Nr.3, eigentlich totale "No-go zone" für unangemeldete
Sambagruppen. Aber siehe da: kaum ist eine Kamera im Spiel, halten sich
auch die Ordnungskräfte zurück: 15 Minuten konnten wir dort dengeln,
dann war die Kamera wieder weg;
Dafür kam dann direkt ein Herr in
dunkler Jacke mit Ausweis und wollte uns bei nochmaligem spielen die
Instrumente wegnehmen. Na gut, wir hatten schon gut Spaß, wir sind jung
und können warten.So setzten wir dann erstmal unser Gesammeltes in
Astra um und konnten später noch unter dem Schutz einiger mutiger
Budenbetreiber Lautstärke direkt in Caipirinha und Saft umwandeln.
Für
unsere Dengelgäste aus ganz Deutschland und alle anderen Beteiligten
eine runde Sache, ein Samba-Erlebnis auf der Welt größtem Hafenfest! DANKE, HAMBURG! Es ist jedes Jahr wieder schön!
|